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Technik

Zeitumstellung Sommerzeit/Winterzeit: Wann muss ich die Uhr umstellen & Worauf ist zu achten?

© Jan Engel - fotolia.com

„Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?“ Die Zeilen aus dem bekannten Kinderlied sind am letzten Sonntag im März in den Gedanken vieler Menschen. Dann wird die Zeit um eine Stunde nach vorne verschoben, sieben Monate später wieder zurück. Was es mit der Zeitumstellung auf sich hat, erklärt dieser Beitrag.

Sommer- versus Normalzeit

Das Prinzip ist jedes Jahr dasselbe: Am letzten Sonntag im März drehen Sie Ihre Zeitanzeiger von zwei Uhr nachts um eine Stunde auf drei Uhr vor. Fortan herrscht die sogenannte Sommerzeit. Im Oktober machen Sie das Ganze rückgängig. Wiederum am letzten Sonntag des Monats drehen Sie Ihre Accessoires um drei Uhr nachts um eine Stunde auf zwei Uhr zurück. Damit kehrt die Normalzeit ein. Sie regiert in der Folge bis Ende März, ehe das Prozedere von Neuem beginnt. Seit 1980 gilt diese Regelung für Deutschland.

Tipp: Uhren von Mobiltelefonen, TV-Receivern, Laptops und anderen elektronischen Geräten stellen sich oft automatisch um. Meist brauchen Sie sich lediglich um Ihre Armbanduhren zu kümmern – und selbst das nicht zwangsläufig. Funkuhren etwa nehmen die Anpassung auch „eigenmächtig“ vor.

Auswirkungen der Umstellung

Einen Vorteil hat die Umstellung auf die Sommerzeit: Das Tageslicht zeigt und verabschiedet sich später als gewöhnlich. Dies kommt den meisten Menschen entgegen. Im Sommer ist es bis 21 oder 22 Uhr hell. So genießen Sie Ihre abendlichen Freizeitaktivitäten bei angenehmen Lichtverhältnissen und Temperaturen.

Die Zeitumstellung bringt aber auch bedeutende Nachteile mit sich, etwa in Einrichtungen mit nächtlichem Bereitschaftsdienst, zu denen beispielsweise Krankenhäuser und Verkehrsbetriebe zählen. Für die Verantwortlichen solcher Institutionen entsteht an den beiden Tagen der zeitlichen Verschiebung ein hoher organisatorischer Aufwand.

Auch für den Einzelnen kann der Wechsel mit Problemen einhergehen. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie an den ersten Tagen nach der Anpassung müder und weniger leistungsfähig sind als sonst. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Zeitverschiebung bei vielen Leuten entsprechende Auswirkungen nach sich zieht.

Tipp: Insbesondere Menschen mit organischen Erkrankungen oder Schlafstörungen haben Schwierigkeiten, ihren chronobiologischen Rhythmus an die neuen Umstände zu adaptieren.

Gründe für die Sommerzeit

Schon im 18. Jahrhundert stellten Theoretiker die Vermutung auf, durch eine Zeitverschiebung in der warmen Saison Energie einsparen zu können. Das Hauptargument lautete sinngemäß: Im Sommer wird es prinzipiell früher hell. Warum also nicht die Zeit um eine Stunde vordrehen, um auch am Abend natürliches Licht zu genießen? So brauchen wir doch viel weniger künstliche Beleuchtungsenergie.

Heute ist klar, dass sich die Einsparungen in Grenzen halten beziehungsweise nicht in der Form gegeben sind. Dennoch wurde die Sommerzeit auf Basis dieser Idee 1916 zum ersten Mal eingeführt – im Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn. Sie hielt sich jedoch nur drei Jahre. In den Folgejahrzehnten gab es ein Hin und Her, bis die Sommerzeit 1980 (in Deutschland) fest eingeführt wurde.

Andere Länder, andere Regeln

Sämtliche Mitgliedsstaaten der EU sowie auch die meisten sonstigen Länder in Europa operieren mit der Sommerzeit. Der Blick auf den Rest der Welt offenbart, dass ferne Kontinente zum Teil ebenso auf eine Zeitumstellung setzen. Manche Länder orientieren sich dabei an dem Zeitraum, der in der EU gilt (etwa der Libanon). Andere hingegen unterscheiden sich von den hierzulande gängigen Standards (einige afrikanische sowie nord- und südamerikanische Länder).

Eselsbrücke als Gedächtnisstütze

Wie war das gleich? Wann wird die Uhr vor- und wann wird sie zurückgedreht? Viele Menschen tun sich schwer, sich die Regelungen dauerhaft einzuprägen. Doch es gibt eine sehr einfache Eselsbrücke, die dem ewigen Verwechseln Abhilfe schafft: „Im Frühling stelle ich meine Gartenmöbel VOR die Tür. Im Herbst befördere ich sie ZURÜCK in den Schuppen.“

Tipp: Einmal gelesen und laut ausgesprochen, bleibt die Gedächtnisstütze im Hirn verankert. So wissen Sie Ende März und Ende Oktober genau, was Sie zu tun haben!