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Gesundheit

Emmer: Wie gesund ist das Getreide?

© Wiltrud -Fotolia.com

Emmer – eine der ältesten Getreidearten der Welt

Emmer ist ein so genanntes Urgetreide und gehört zu der Gruppe der Weizenarten. Auch optisch ähnelt das Emmerkorn stark dem des Weizenkorns – aber nur äußerlich. Durch den aktuellen Bio-Trend erlebt das Getreide ein Comeback.

Und das zurecht: Durch zahlreiche Eiweiße und Mineralstoffe zählt Emmer zu den gesündesten Getreidesorten und eignet sich bestens zur Brotherstellung – eine charakteristische dunkle Färbung und ein angenehm würziges Aroma zeichnen die Getreidesorte aus.

In Deutschland wird die Getreideart jedoch kaum noch angebaut und von Getreidesorten wie Roggen und Gerste verdrängt. Die Ursache liegt weit zurück – im zweiten Weltkrieg wurde der Anbau lahm gelegt und danach nicht wieder aufgenommen. In den südlichen Regionen wie der Türkei, Israel, Irak oder dem Libanon hingegen wird das Getreide noch angebaut und ist aus deren Küchen unentbehrlich. Emmer besitzt eine natürliche Resistenz gegenüber schädlichen Umwelteinflüssen
und ist eignet sich für den Anbau auf trockenem und magerem Boden was zu einer ökologischen Vielfalt auf den Feldern beiträgt.

  • Pro 100g enthält Emmer
  • 9 g Ballaststoffe
  • 13 g Eiweiß
  • 62 g Kohlenhydrate und
  • 2,5 g Fett und enthält insgesamt
  • 325 kcal Kalorien.

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung wird durch das Urkorn ermöglicht. Gerade im Vergleich zu moderneren Getreidesorten wie dem Weizen – der seit längerem in Kritik steht – weist Emmer einen höheren Anteil wichtiger wichtiger Inhaltsstoffe wie einem einen höheren Eisen- und Magnesiumwert sowie einen deutlich höheren Zinkanteil auf.

Vor allem für den ökologischen Anbau eignet sich Emmer: Sie sind robust und widerstandfähig. Durch die feste Hülle, welche die Körner umschließt, werden diese vor Umwelteinflüssen und Pilzbefall geschützt. So müssen weniger Dünger und weniger chemische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, was dem Korn zugutekommt. Ein weiterer Vorzug ist die dunkle Farbe. Sie sorgt dafür, dass das Getreide vor der schädlichen UV-Bestrahlung verschont bleibt – eine Eigenschaft die sonst kein Getreide mit sich bringt.

Der besonders hohe Gehalt an Beta-Carotinoiden von Emmer sorgt für eine einwandfreie Sehkraft vor und gewährleistet den Schutz der Körperzellen vor schädlichen freien Radikalen durch eine erhöhte Anzahl an Antioxidantien im Urgetreide.

Das kleberreiche Mehl eignet sich auch ideal zum Nudelmachen. Bislang bieten nur gut sortierte Bioläden und Reformhäuser Emmer an. Es bleibt abzuwarten ob das Ursprungsgetreide zur Massenwaren im Supermarkt wird – fest steht aber: Emmer ist sehr gesund!